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TAR.GZ-Dateien auf dem Mac ohne Terminal öffnen

Du hast eine .tar.gz-Datei bekommen und macOS weiß nichts damit anzufangen. Der übliche Rat lautet Terminal — dabei lässt sich der Inhalt auch visuell prüfen.

Ein Entwickler schickt dir eine .tar.gz-Datei. Oder du lädst ein Open-Source-Tool herunter, das als Tarball verteilt wird. Du doppelklickst darauf, und macOS erzeugt entweder eine .tar-Datei (und entfernt damit nur eine Komprimierungsebene) oder reagiert gar nicht. Du suchst nach einer Lösung — und jedes Ergebnis sagt dir, du sollst das Terminal öffnen und \`tar -tzf dateiname.tar.gz\` eintippen.

Wenn du dich mit dem Terminal nicht wohlfühlst, ist hier Schluss. Und selbst wenn du es beherrschst: extra auf ein Kommandozeilen-Tool zu wechseln, nur um kurz in ein Archiv zu schauen, reißt dich aus deinem Finder-Workflow.

Das .tar.gz-Problem unter macOS

TAR-Dateien (Tape Archives) sind ein Unix-Klassiker, und .tar.gz (mit gzip komprimiertes TAR) ist das gängigste Format für Open-Source-Software, Code-Pakete und Server-Backups. macOS unterstützt das nur teilweise: Das Archivierungsprogramm kann .tar.gz-Dateien manchmal entpacken, aber das Verhalten ist unzuverlässig.

Viel wichtiger: Es gibt keine Möglichkeit, den Inhalt einer .tar.gz-Datei vor dem Entpacken anzusehen. Die Übersicht zeigt nichts Brauchbares — nur Dateiname und Größe. Der einzige verlässliche Weg, den Inhalt aufzulisten, ist der Terminal-Befehl \`tar -tzf\`, der eine Textwand ohne jede visuelle Struktur ausgibt.

Dasselbe gilt für .tar.bz2-Dateien, die statt gzip die bzip2-Komprimierung nutzen. Beide sind verbreitet, und beide bleiben unter macOS ohne Terminal undurchsichtig.

.tar.gz-Inhalte visuell ansehen

Loupe bringt Übersicht-Unterstützung für .tar.gz- und .tar.bz2-Dateien. Wähle das Archiv im Finder aus, drücke die Leertaste und sieh eine übersichtliche Baumansicht aller Dateien und Ordner darin — ganz ohne Terminal.

Loupe screenshot

Code-Pakete prüfen

Ein Entwickler schickt dir eine .tar.gz mit einem Projekt. Drücke die Leertaste, um die Verzeichnisstruktur zu sehen — Quelldateien, Konfigurationsdateien, README — bevor du entscheidest, ob du sie in deinen Projektordner entpackst.

Server-Backups kontrollieren

Datenbank-Dumps und Server-Backups werden oft als .tar.gz-Dateien verteilt. Statt ein mehrere Gigabyte großes Archiv nur zur Kontrolle zu entpacken, siehst du dir die Dateiliste einfach in der Übersicht an. So prüfst du, ob das Backup wirklich die Verzeichnisse und Dateien enthält, die du erwartest.

Im Finder bleiben

Der ganze Sinn der Übersicht ist, dass du den Finder nie verlässt. Mit Loupe werden .tar.gz-Dateien genauso behandelt wie Bilder, PDFs und Videos — auswählen, Leertaste, ansehen, weiterarbeiten. Kein Terminal-Fenster, kein Entpacken, kein Aufräumen.

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