Das macOS-Dock sieht seit OS X ungefähr gleich aus und funktioniert auch so. Es ist eine einzelne horizontale (oder vertikale) Symbolleiste mit begrenzten Organisationsmöglichkeiten. Für manche reicht das völlig aus. Wer aber Dutzende Apps nutzt, an mehreren Projekten gleichzeitig arbeitet oder einfach mehr Kontrolle darüber haben möchte, wie Apps gestartet werden, empfindet das Dock zunehmend als Einschränkung statt als Feature.
Was am Dock nicht stimmt
Die Kernprobleme sind struktureller Natur:
- Flache Liste — keine Gruppierung, keine Kategorien, keine Hierarchie
- Feste Position — entweder immer sichtbar (kostet Bildschirmplatz) oder automatisch ausgeblendet (kostet Zeit)
- Skaliert schlecht — mehr Apps bedeuten kleinere Symbole oder ein breiteres Dock
- Kein Kontext — dasselbe Dock, egal ob du programmierst, designst oder schreibst
Das sind keine Fehler — das sind Design-Entscheidungen. Das Dock soll einfach sein. Aber einfach und eingeschränkt sind zwei verschiedene Dinge.
Gängige Alternativen
Spotlight / Raycast / Alfred — tastaturgesteuerte Launcher. Hervorragend, wenn du in Text denkst und dir App-Namen merkst. Weniger nützlich für visuelle Denker oder wenn du deine Optionen auf einen Blick sehen willst.
Launchpad — ein Vollbild-Raster mit jeder installierten App. Gut zum Entdecken, schlecht für den täglichen Start. Zu viele Symbole, keine sinnvolle Organisation, und es nimmt den gesamten Bildschirm ein.
Stapel im Dock — du kannst der rechten Seite des Docks Ordner hinzufügen, die sich zu Rastern oder Listen aufklappen. Aber sie sind auf Ordner beschränkt, nicht auf beliebige App-Gruppierungen, und die Fächer-/Rasteransicht ist umständlich.
Panelbasierter Start mit Jetty
Jetty verfolgt einen anderen Ansatz. Statt einer Liste oder einer Suchleiste bekommst du mehrere benannte Panels in der Menüleiste. Jedes Panel enthält eine kuratierte Auswahl an Apps, Ordnern und Dateien, die du per Drag-and-drop organisierst.
Visuell, aber organisiert
Anders als bei Spotlight siehst du Symbole — kein Tippen nötig. Anders als beim Dock sind sie sinnvoll gruppiert. Anders als bei Launchpad siehst du nur das, was du selbst ausgewählt hast.
Ergänzt, statt zu ersetzen
Du musst das Dock nicht komplett aufgeben. Viele behalten ein minimales Dock (Finder, ein Browser, vielleicht ein paar tägliche Essentials) und packen alles andere in Jetty-Panels. Die beiden ergänzen sich gut.